Zum Hauptinhalt springen

Phasen

Einleitung

Projektlebenszyklus

Die HERMES-Projektmanagementmethode unterstützt mit ihrem Phasenmodell sowohl die klassische als auch die agile Vorgehensweise. Das Phasenmodell für Projekte beruht auf dem Lebenszyklus des Projekts. Für alle Projektbeteiligten schafft es die Voraussetzung für das gemeinsame Verständnis des Projektablaufs. Die Phasen bestimmen die Projektstruktur.

Die nachfolgende Abbildung zeigt den HERMES-Projektlebenszyklus.

Die Abbildung «HERMES-Projektlebenszyklus» zeigt den zeitlichen Ablauf eines HERMES-Projekts von der Initialisierung bis zum Abschluss, gegliedert in die Phasen Initialisierung, Konzept, Realisierung, Einführung und Abschluss. Diese fünf Phasen sind horizontal als aufeinanderfolgende, durch rautenförmige Übergangssymbole (Phasenentscheide) getrennte Felder angeordnet und bilden zusammen den übergeordneten Balken «Projekt». Die Phasen Konzept, Realisierung und Einführung sind zusätzlich zu einem übergeordneten Abschnitt «Umsetzung» zusammengefasst. Darunter sind mit geschweiften, gestrichelten Klammern zwei inhaltliche Abschnitte markiert: «Lösungsentstehung», die sich über Konzept, Realisierung und Einführung erstreckt, sowie die Randpunkte «Projektbeginn» (zu Beginn der Initialisierung) und «Projektende» (am Ende des Abschlusses). Die Darstellung verdeutlicht damit sowohl die sequenzielle Phasenfolge als auch die übergeordnete Gliederung des Projektverlaufs in Beginn, Lösungsentstehung/Umsetzung und Ende. Kantonale Methodenelemente sind in dieser Abbildung nicht erkennbar.
Abbildung 4: HERMES-Projektlebenszyklus

Der HERMES-Projektlebenszyklus wird unterteilt in Projektbeginn, Lösungsentstehung und Projektende:

  • Der Projektbeginn gilt der Ausrichtung des anvisierten Vorhabens nach Visionen, Bedürfnissen und Zielvorstellungen. Nicht selten stehen sowohl dringender Handlungsbedarf als auch der Einfluss externer Einflüsse (Gesetzgeber, Politik, Staatsverträge, Verbandsregeln usw.) oder übergeordneter Instanzen (Stammorganisation, Programm oder Portfolio) im Fokus.
  • Die Lösungsentstehung nach klassischer oder agiler Vorgehensweise erfolgt basierend auf der Durchführungsfreigabe.
  • Das Projektende schliesst das laufende Projekt organisatorisch und formell ab und bereitet den Übergang zur Anwendungsorganisation vor.

Projektbeginn

Die Abbildung zeigt den zeitlichen Ablauf der HERMES-Phasen von der „Initialisierung" über „Konzept", „Realisierung" und „Einführung" bis zum „Abschluss", wobei die drei mittleren Phasen zusätzlich als übergeordneter Abschnitt „Umsetzung" zusammengefasst sind. Die Phase „Initialisierung" ist als separates, pinkfarben umrandetes Element hervorgehoben (hellgrüne Füllung), was auf die aktuell betrachtete Phase im Kontext der Seite hinweist. Die Phasen „Konzept", „Realisierung" und „Einführung" sind blau hinterlegt und bilden gemeinsam den rosa unterlegten übergeordneten Abschnitt „Umsetzung". Die Phase „Abschluss" ist grau hinterlegt und bildet den Abschluss der Kette. Pfeilsymbole zwischen den Phasen verdeutlichen den sequenziellen Ablauf und den Übergang von einer Phase zur nächsten. Die Darstellung dient als Übersicht über die fünf HERMES-Hauptphasen und deren Zusammenfassung zum Umsetzungsabschnitt, ohne Bezug zu Modulen, Ergebnissen oder Rollen.

Im Projektbeginn ist stets die Phase Initialisierung angesiedelt. Die nachfolgende Abbildung zeigt den Ablauf der Initialisierung mit den wichtigsten Ergebnissen.

Die Abbildung «Ergebnisdiagramm der Phase Initialisierung» zeigt den Ablauf und die Ergebnisse der Phase Initialisierung, gegliedert in die Module Projektsteuerung/Projektführung und Projektgrundlagen. Im Modul Projektsteuerung/Projektführung entstehen nacheinander die Ergebnisse Projektinitialisierungsauftrag, Stakeholderliste, Projektmanagementplan und Durchführungsauftrag, wobei der Projektinitialisierungsauftrag über den Projektmanagementplan zum Durchführungsauftrag führt. Im Modul Projektgrundlagen werden die Ergebnisse Rechtsgrundlagenanalyse, Studie, Schutzbedarfsanalyse und Beschaffungsanalyse erarbeitet. Pfeile zeigen, dass die Rechtsgrundlagenanalyse zur Studie führt, von dort weiter zur Schutzbedarfsanalyse und zur Beschaffungsanalyse, und dass die Ergebnisse aus dem Modul Projektgrundlagen (via Studie) in den Projektmanagementplan im Modul Projektsteuerung/Projektführung einfliessen. Der Projektinitialisierungsauftrag bildet den Ausgangspunkt der Phase, der Durchführungsauftrag das Abschlussergebnis. Alle Ergebnisse sind als hellblaue Rechtecke dargestellt, die Module als übergeordnete Rahmen am oberen Bildrand.
Abbildung 5: Ergebnisdiagramm der Phase Initialisierung

In der Initialisierung werden die notwendigen projektspezifischen Grundlagen und die möglichen Lösungsvarianten erarbeitet, verglichen und evaluiert. Die Wahl der Lösungsvariante beinhaltet auch den Entscheid, ob das Entwicklungsvorgehen agil oder klassisch abgewickelt werden soll. Diese Entscheidung muss fachlich und vorgehenstechnisch begründet sein und soll nicht bloss aktuellen Trends folgen. Der Vorgehensvorschlag wird aus den dem Projekt vorliegenden Prämissen abgeleitet und durch die gewählte Lösungsvariante geprägt.

Lösungsentstehung

Die Abbildung zeigt den zeitlichen Ablauf der HERMES-Phasen «Initialisierung», «Konzept», «Realisierung», «Einführung» und «Abschluss», wobei die drei mittleren Phasen «Konzept», «Realisierung» und «Einführung» zusätzlich durch eine übergeordnete Klammer «Umsetzung» zusammengefasst werden. Die Phasen sind pfeilförmig als chronologisch aufeinanderfolgende Kästchen dargestellt, verbunden durch Pfeilspitzen, die den sequenziellen Ablauf von links (Initialisierung) nach rechts (Abschluss) symbolisieren. Die drei Phasen «Konzept», «Realisierung» und «Einführung» sind farblich (blau) hervorgehoben und bilden gemeinsam den Block «Umsetzung», der zusätzlich von einem pinkfarbenen Rahmen umschlossen wird. «Initialisierung» und «Abschluss» sind grau dargestellt und stehen als Rahmenphasen am Anfang bzw. Ende des Projektablaufs ausserhalb des Umsetzungs-Blocks. Die Abbildung veranschaulicht damit die grundsätzliche Gliederung eines HERMES-Projekts in seine fünf Phasen sowie deren Gruppierung in eine vorbereitende, eine zentrale (Umsetzung) und eine abschliessende Stufe.

Die klassische und die agile Vorgehensweise unterscheiden sich im Bereich der Lösungsentstehung durch das Entwicklungsvorgehen. Die Mehrzahl aller Methodenelemente ist in beiden Vorgehensweisen annähernd identisch; unterschiedlich sind die Projektorganisation sowie die Struktur des Projekts, folglich auch das Entwicklungsvorgehen und letztlich teilweise auch der fachliche und formelle Inhalt der erarbeiteten Ergebnisse.

Im agilen Entwicklungsmanagement sind Änderungen ein fundamentaler Teil des Entwicklungsprozesses. Die Umsetzungsorganisation folgt der vorgegebenen und gewünschten Wirkung und reagiert proaktiv auf die sich ändernden Anforderungen, anstatt einen fixen Plan zu verfolgen. Die Entwicklung und die Einführung erfolgen iterativ-inkrementell. Eine Phasenstruktur macht in diesem Vorgehen keinen Sinn. Deshalb kann die Phase Umsetzung auch nicht weiter unterteilt werden.

Je nachdem, welche Vorgehensweise gewählt wird, wird nach einer Durchführungsfreigabe die Lösungsentstehung des Projekts entweder

  • klassisch
    mit den Phasen Konzept, Realisierung und Einführung, oder
  • agil
    mit der Phase Umsetzung fortgesetzt

und unabhängig der Vorgehensweise mit der Phase Abschluss beendet.

Die Schnittstellen zur Stammorganisation bleiben weitgehend die gleichen, ebenfalls die beim Projektabschluss benötigten Unterlagen.

Projektende

Die Abbildung zeigt die zeitliche Abfolge der HERMES-Phasen mit Hervorhebung der Phase „Abschluss“ am rechten Ende der Ablaufleiste. Von links nach rechts sind die Phasen „Initialisierung“, „Konzept“, „Realisierung“, „Einführung“ und „Abschluss“ aneinandergereiht und durch rautenförmige Pfeilmarkierungen (Phasenübergänge) miteinander verbunden. Die Phasen „Konzept“, „Realisierung“ und „Einführung“ sind blau eingefärbt und liegen oberhalb eines darunterliegenden, rosafarbenen Balkens mit der Beschriftung „Umsetzung“, der diese drei Phasen als übergeordneten Abschnitt zusammenfasst. Die Phase „Abschluss“ ist durch einen pinkfarbenen Rahmen zusätzlich optisch hervorgehoben, was die aktuell im Fokus stehende Phase kennzeichnet. „Initialisierung“ ist grau hinterlegt wie auch „Abschluss“, während die drei mittleren Phasen den Umsetzungsabschnitt bilden. Kantonale Methodenelemente sind in dieser Abbildung nicht erkennbar.

Im Projektende ist stets die Phase Abschluss angesiedelt. Es ist die letzte Phase jedes Projekts in der das Projekt endgültig beendet wird. Das wichtigste Augenmerk gilt der Projektdokumentation, die entsprechend geprüft und insbesondere aus formeller Sicht, sofern angebracht, ergänzt und geordnet wird. Zudem werden in dieser Phase der organisatorische und administrative Übergang von der Projektorganisation zur Anwendungsorganisation geregelt, die alten Systeme werden deaktiviert oder entfernt, sämtliche Projektdaten gemäss Bestimmungen der Stammorganisation der Archivierung zugeführt und ggf. die Verantwortung für die Lösung weitergegeben.

Die Phase Abschluss verfolgt insbesondere den Zweck sicherzustellen, dass die organisatorischen und administrativen Übergabe- und Übergangsschnittstellen des Projekts (gegenüber der Stammorganisation, dem Programm, dem Portfolio, der Anwendungsorganisation, allenfalls der Betriebsorganisation usw.) unabhängig der gewählten Vorgehensweise identisch bleiben.

Übersicht der Phasen

HERMES-Phasenmodell

Da verschiedene Arten von Projekten in unterschiedlichen Stammorganisationen auf diversen Hierarchie- und Entscheidungsebenen mit klassischer und agiler Vorgehensweise zum Einsatz kommen, ist das HERMES-Phasenmodell auf entsprechend hohe Anforderungen ausgerichtet. Die nachfolgende Abbildung stellt das Phasenmodell für Projekte mit klassischer und agiler Vorgehensweise grafisch dar.

Die Abbildung „HERMES-Projektlebenszyklus mit Phasenmodell für klassische und agile Vorgehensweise" zeigt den zeitlichen Ablauf eines HERMES-Projekts von «Projektbeginn» bis «Projektende» mit den PHASEN Initialisierung, Konzept, Realisierung, Einführung und Abschluss. Die Phasen Konzept, Realisierung und Einführung sind in der klassischen Vorgehensweise sequenziell angeordnet (blau hinterlegt) und werden in der oberen Reihe dargestellt. Darunter, als übergreifendes rotes Band bezeichnet als Umsetzung, ist die agile Alternative zu diesen drei Phasen dargestellt – hier verschmelzen Konzept, Realisierung und Einführung zu einem einzigen iterativen Block. Eine Legende unterscheidet die beiden Vorgehensweisen ausdrücklich durch die Beschriftungen «klassisch» (blau gerahmt) und «agil» (rot gerahmt), je nachdem ob die drei mittleren Phasen getrennt oder als Umsetzung-Block durchlaufen werden. Die Phasen Initialisierung und Abschluss bilden Anfang und Ende des Projekts und sind unabhängig von der gewählten Vorgehensweise (klassisch oder agil) identisch. Eine geschweifte Klammer unterhalb der mittleren Phasen kennzeichnet den Abschnitt Lösungsentstehung, der die Phasen Konzept bis Einführung (bzw. den Umsetzung-Block) umfasst. Eine äussere geschweifte Klammer über den gesamten Zeitstrahl kennzeichnet das Projekt als Ganzes von Initialisierung bis Abschluss. Pfeile zwischen den Phasenkästchen verdeutlichen den sequenziellen Ablauf und Ergebnisfluss von einer Phase zur nächsten.
Abbildung 6: HERMES-Projektlebenszyklus mit Phasenmodell für klassische und agile Vorgehensweise

Das Phasenmodell

  • reflektiert gegenüber der Stammorganisation stets die gleiche Projektstruktur und ermöglicht einheitliche Schnittstellen,
  • deckt die gängigen Controlling- und Reportinganforderungen des Managements,
  • fügt sich unabhängig der gewählten Vorgehensweise vollständig in eine klassisch oder agil organisierte Stammorganisation ein,
  • nutzt Synergien und vermeidet jegliche Redundanzen und
  • ist einfach anwendbar.

Die Tabelle zeigt das Phasenmodell mit klassischem und agilem Entwicklungsvorgehen:

Tabelle 1: HERMES-Phasen für Projekte mit klassischer und agiler Lösungsentstehung
HERMES Phasen klassische EntwicklungProjektlebenszyklusHERMES Phasen agile Entwicklung
InitialisierungProjektbeginnInitialisierung
KonzeptLösungsentstehungUmsetzung
Realisierung
Einführung
AbschlussProjektendeAbschluss

Einheitliche Projektstruktur

Die erste und die letzte Phase des Projekts haben alle Vorhaben stets gemeinsam. Ein Projekt beginnt mit der Phase Initialisierung und endet mit der Phase Abschluss. Dadurch wird die Einheitlichkeit der Projektstruktur und des Projektlebenszyklus gewährleistet. Die Projektschnittstellen zur Stammorganisation, Controlling, Programm, Portfolio usw. werden ungeachtet der Vorgehensweise gleichgeschaltet. Die Übergänge zur Anwendungs- und Betriebsorganisation werden einheitlich kanalisiert.

Die Projektstruktur wird zusätzlich durch die im Kapitel "Ergebnisse" beschriebenen Meilensteine unterstützt. Sie markieren im Projektverlauf wichtige Entscheidungsergebnisse der Projektsteuerung und -führung. Wie in nachfolgender Abbildung ersichtlich, stehen am Anfang und am Ende jeder Phase Meilensteine. Bei jeder Freigabe werden die Ressourcen (finanziell, personell, Infrastruktur) für die nächste Phase durch den Auftraggeber freigegeben. Optional können für die agile Phase Umsetzung weitere Meilensteine für die Releasefreigabe festgelegt werden.

Die Abbildung „Meilensteine am Beginn und am Ende jeder Phase und bei der Releasefreigabe“ zeigt den Ablauf der HERMES-Phasen Initialisierung, Konzept, Realisierung, Einführung und Abschluss mit den jeweiligen Meilensteinen als Quality Gates sowie die darunterliegende Gliederung der Umsetzung in Releases. Die Phasenfolge verläuft horizontal von links (Initialisierung) nach rechts (Abschluss) und ist durch graue Pfeilsymbole zwischen den Phasenkästchen getrennt. Am Übergang zwischen den Phasen stehen Meilensteine (grüne Pfeilsymbole mit Beschriftung): Projektinitialisierungsfreigabe (zwischen Initialisierung und Konzept), Durchführungsfreigabe (zwischen Konzept und Realisierung), Phasenfreigabe (zwischen Realisierung und Einführung), eine weitere Phasenfreigabe (zwischen Einführung und Abschluss) sowie Projektabschluss am Ende der Phase Abschluss. Die Phasen Konzept, Realisierung und Einführung sind als hellblaue Kästchen dargestellt, Initialisierung und Abschluss als graue Kästchen. Unterhalb der Phasen Konzept, Realisierung und Einführung verläuft ein als „Umsetzung“ bezeichneter, rosa hinterlegter Bereich, der in die Releases Release 1, Release 2 und Release n unterteilt ist. Zwischen den Releases sind ebenfalls Meilensteine eingezeichnet: zweimal Releasefreigabe (optional), die den Übergang von einem Release zum nächsten markieren. Die Darstellung verdeutlicht damit, dass sowohl der Phasenübergang als auch der Übergang zwischen Releases jeweils durch einen Meilenstein (Quality Gate) markiert wird.
Abbildung 7: Meilensteine am Beginn und am Ende jeder Phase und bei der Releasefreigabe

Diese projektstrukturbezogenen Meilensteine entsprechen Quality Gates, vor deren Erreichung über Ergebnisse und das Vorgehen entschieden wird. Dabei werden die Einhaltung der Vorgaben sowie die Übereinstimmung des Projekts mit den strategischen Zielen der Stammorganisation überprüft.

Phasenverlauf

Die Phase Initialisierung bildet eine Grundlage für die Planung und Steuerung des Projekts. Im Anschluss an die Phase Initialisierung folgt die Lösungsentstehung, entweder mit den klassischen Phasen Konzept, Realisierung und Einführung oder mit der agilen Phase Umsetzung. Die Phase Umsetzung umfasst das agile Entwicklungsvorgehen und dient der Einbettung einer beliebigen agilen Entwicklungsmethode in das HERMES-Framework.

Die Phase Abschluss bietet Raum für alle notwendigen Massnahmen in Verbindung mit der Entfernung der alten abgelösten Produkt- oder Systemumgebung inklusive der nicht mehr benötigten Infrastruktur und für das systematische Herunterfahren des Projekts samt allen administrativen und organisatorischen Massnahmen.

Entlang der Phasen gibt es weitere, einen erfolgreichen Verlauf bestimmende Entscheide mit entsprechenden spezifischen Meilensteinen. Diese Meilensteine variieren je nach der Art des Vorhabens. Die nachfolgende Abbildung zeigt als Beispiel die Meilensteine der Steuerung sowie der Führung für klassische und agile IT-Entwicklungsprojekte.

Die Abbildung «Meilensteine für klassische und agile IT-Entwicklungsprojekte» zeigt den zeitlichen Ablauf der HERMES-Phasen mit den jeweils zugehörigen Meilensteinen für ein klassisches (oberer, blau beschrifteter Bereich) und ein agiles (unterer, rot beschrifteter Bereich) Vorgehen. Im Bereich klassisch durchläuft das Projekt die Phasen Initialisierung, Konzept, Realisierung, Einführung und Abschluss. Die Übergänge zwischen den Phasen sind durch Meilensteine markiert: Projektinitialisierungsfreigabe (nach Initialisierung), Durchführungsfreigabe (nach Konzept, mit den Ergebnissen Lösungsarchitektur, ISDS-Konzept und Weiteres Vorgehen), Phasenfreigabe (nach Realisierung, mit Vorabnahme und Abnahme), eine weitere Phasenfreigabe (nach Einführung, mit Abnahme Migration und Betriebsaufnahme) und Projektabschluss am Ende der Phase Abschluss. Im Bereich agil folgen auf die Phase Initialisierung (abgeschlossen durch die Projektinitialisierungsfreigabe) die Phase Umsetzung, die in mehrere Releases (Release 1, Release 2, Release z, allgemein Release n) unterteilt ist, gefolgt von Abschluss. Die Umsetzung wird durch die Durchführungsfreigabe eingeleitet (mit den Ergebnissen Lösungsarchitektur und ISDS-Konzept). Innerhalb der Umsetzung wird pro Release eine Releasefreigabe (optional) durchlaufen, verbunden mit Abnahme Migration und Betriebsaufnahme, bevor eine Phasenfreigabe zum Projektabschluss führt. Horizontal sind die Rollen-/Verantwortungsbereiche Steuerung und Führung angeordnet, die beide Vorgehensmodelle rahmen. Pfeile und Meilenstein-Symbole (grüne Pfeile mit Rauten/Diamantsymbolen) kennzeichnen jeweils den Übergang und die Freigabeentscheidung zwischen den Phasen bzw. Releases.
Abbildung 8: Meilensteine für klassische und agile IT-Entwicklungsprojekte

Beim Meilenstein Weiteres Vorgehen, aber auch bei weiteren Meilensteinen, wird die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (vgl. "Hinweise zur Anwendung") als Bewertungskriterium mitberücksichtigt.

Entlang des gesamten Projektverlaufs erfolgt das Reporting im Einklang mit den Vorgaben der Stammorganisation bezüglich des Inhalts und soweit machbar auch bezüglich der Frequenz der Rapporte (vgl. "Hinweise zur Anwendung").

Erläuterung der Phasenbeschreibung

Für jede Phase gibt es eine Phasenbeschreibung, die stets gleich aufgebaut ist:

  • Umschreibung der Phase, hervorgehobene Schrift
  • Aufzählung wichtiger Punkte und grobe Beschreibung dessen, was im Verlauf der Phase zu erledigen ist
  • Umschreibung des Phasenabschlusses, hervorgehobene Schrift

Beschreibung der Phasen

Projektbeginn

Lösungsentstehung klassisch

Lösungsentstehung agil

Projektende