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Initialisierung

Die Abbildung zeigt den Phasenablauf der HERMES-Methode mit der aktuell hervorgehobenen Phase „Initialisierung" am linken Rand, gefolgt von den Phasen „Konzept", „Realisierung", „Einführung" und „Abschluss" sowie dem übergreifenden Bereich „Umsetzung", der die drei mittleren Phasen zusammenfasst. Die Phase „Initialisierung" ist durch einen pinken/magenta Rahmen hervorgehoben, was sie als die im jeweiligen Kontext fokussierte Phase kennzeichnet. Die Phasen „Konzept", „Realisierung" und „Einführung" sind blau eingefärbt und werden durch das Band „Umsetzung" (rosa/rot) als gemeinsamer übergeordneter Abschnitt zusammengefasst. Die Phase „Abschluss" ist grau dargestellt und bildet den letzten Schritt des Ablaufs. Pfeile (Rauten-Symbole) zwischen den Phasen verdeutlichen den chronologischen Ablauf und Übergang von einer Phase zur nächsten, beginnend bei „Initialisierung" bis hin zu „Abschluss". Kantonale Methodenelemente aus der verbindlichen Liste sind in dieser Abbildung nicht erkennbar.

Die Phase Initialisierung wird unabhängig von der späteren Vorgehensweise in jedem Fall durchgeführt. Sie schafft eine definierte Ausgangslage für eine mögliche Lösungsentstehung und den darauffolgenden Projektabschluss. Sie stellt sicher, dass die gesetzten Ziele mit den Vorgaben der Organisation abgestimmt sind. Die Projektgrundlagen und der Durchführungsauftrag werden erarbeitet.

  • Auf der Grundlage des Projektinitialisierungsauftrags gibt der Auftraggeber die Ressourcen für die Phase Initialisierung frei. Er beauftragt den Projektleiter mit der Durchführung der Phase Initialisierung.
  • Die Phase Initialisierung wird aus Projektmanagementsicht stets klassisch abgewickelt. Dennoch können auch agile Werkzeuge zum Einsatz kommen.
  • Die Studie wird erarbeitet.
    • Die Arbeiten starten mit einer ersten Standortbestimmung, Zielen und groben Anforderungen.
    • Die Lösungsvarianten werden erarbeitet. Die Beschreibung der Lösungsvarianten erfolgt so detailliert, dass sie nachvollziehbar und transparent bewertet werden können.
    • Unter anderem werden auch die Projekt- und Betriebsrisiken ermittelt.
    • Parallel zur Studie werden die Rechtsgrundlagenanalyse und die Schutzbedarfsanalyse erarbeitet und in die Entscheidung einbezogen.
    • Zusätzlich wird festgelegt und nachvollziehbar dokumentiert, wie im Rahmen jeder Lösungsvariante weiter vorgegangen wird: entweder klassisch oder agil.
    • Der Entscheid Weiteres Vorgehen wird getroffen.
  • Für die allfällige Beschaffung eines Produkts bzw. eines Systems wird parallel zur Studie eine Beschaffungsanalyse durchgeführt.
  • Das für die Lösungsentstehung passende Szenario wird ausgewählt und bei Bedarf individualisiert.
  • Auf der Basis der gewählten Variante und des Vorgehens werden der Projektmanagementplan und der Durchführungsauftrag erarbeitet und mit den Strategien, Vorgaben und übergeordneten Zielen der Stammorganisation abgeglichen. Die Stakeholderinteressen werden analysiert und Zielkonflikte bereinigt.
  • Bei anvisierter agiler Vorgehensweise wird festgelegt, ob der optionale Entscheid Releasefreigabe treffen im Projekt als erforderlich vorgeschrieben ist.
  • Der Entscheid Durchführungsfreigabe wird getroffen und der Durchführungsauftrag unterschrieben. Die Freigabe erfolgt durch die Stammorganisation und den Auftraggeber.

Am Ende der Phase Initialisierung wird geprüft, ob es sinnvoll ist, die Fortsetzung des Projekts freizugeben und sofern ja, wird der Entscheid Durchführungsfreigabe getroffen. Mögliche Gründe für eine Beendigung sind fehlende Wirtschaftlichkeit, zu hohe Risiken, keine Realisierbarkeit, rechtliche oder politische Bedenken, fehlende Übereinstimmung mit den Zielen, Strategien und Prioritäten der Organisation.